Veröffentlicht: April 23, 2012 in Willkommen

Forceplace – Ein Wort und viele Bedeutungen

Für uns bedeutet das soviel wie „Ort der Gewalt“ oder auch „Kraftort“. Gewalt kann überall stattfinden. Im Kleinen in verletzenden Bemerkungen oder allein, wenn man über jemanden lacht. Aber auch im Großen in Form von Übergriffen und Verletzungen von Gegenständen oder Personen.

Gewalt kann da beginnen, wo eine Gruppe von Menschen denkt besser als Andere zu sein.
Gewalt ist in jedem Fall erschreckend und menschenverachtend.

Gewalt fängt an, wenn Zwang da ist. Dieser kann durch verschiedene Arten der Gewalt ausgeführt werden. Gewalt kann Schaden zufügen,  jemanden dazu zu bewegen etwas zu tun oder sich auf eine bestimmte Art zu verhalten.

Über uns:

Dies ist unser selbst erstellter Internet-Blog. Wir sind Jugendliche eines Gymnasiums in Berlin-Lichtenberg. Im Rahmen des Unterrichtskurses “Politik” haben wir jede Woche an politischen Themen gearbeitet. Das Ergebnis ist dieser Blog.

Der Blog soll euch Informationen zum Thema Gewalt und Extremismus vermitteln. Dies geschieht zum Beispiel in Form von Erklärungen zu den “Autonomen Nationalisten”, rechten Gruppierungen, die sich linker Zeichen bedienen.

Außerdem waren wir für Euch im Weitlingkiez in Berlin-Lichtenberg unterwegs und haben rechte und linke Symbole gefunden.
Weiterhin wollen wir euch von Gewaltorten- und -erfahrungen berichten.

Viel Spaß auf unserer Seite!

Rückblick
Hier beschreiben wir, wie uns der Kurs gefallen hat.

Justus

Also für mich war die Zeit hier ziemlich cool ich habe wirklich eine Menge Sachen gelernt über Szenen mit denen ich mich noch nie auseinander gesetzt habe und von denen ich auch nicht wusste, dass sie sich so extrem zeigen und wir sie dennoch nicht bemerken.

Am Anfang des Kurses fand ich es ein bisschen uninteressant, aber nur weil ich es noch nicht kannte. Aber mit der Zeit hat es mir richtig Spaß gemacht hat. Am besten fand ich die Spurensuche – also jede die wir gemacht haben. Das hat wirklich gezeigt wie viel Rechtsextremismus es noch gibt ohne dass ich es so gesehen habe. Jetzt sehe ich auch Linke und Rechte Symbole auf der Straße, die dort schon länger sind aber ich bemerke sie erst jetzt. Das finde ich ist einer der größten Gewinne für die ganze Zeit die ich hier verbringen durfte.

Das gute war an diesem Kurs, dass echt nur Leute teilgenommen haben, weil sie das Thema interessierte und daher haben auch alle gut mitgemacht (also ich natürlich am Meisten)  und es so auch sehr gut vorwärts ging und alle ihren Spaß hatten.

Des Weiteren war der Kurs mit Frau Schön sehr schön🙂 . Dafür möchte ich mich nochmal bei ihnen bedanken, dass Sie immer so rücksichtsvoll waren und uns mit viel Motivation und Initiative geholfen, unterstützt und geleitet haben.

Alles in allem war es eine wirklich schöne Zeit und ich kann den Kurs nur jedem, der sich für das Thema interessiert weiterempfehlen.

Paul

Das Projekt hat mir sehr viel Spaß gemacht. Besonders gut hat mir die Spurensuche nach rechten und linken Zeichen in der Umgebung gefallen.  Am Anfang haben wir uns unter Anderem durch die Spurensuchen einen Überblick verschafft. Anschließend haben wir das gesammelte Material gesichtet und uns unterschiedliche Themenbereiche für den Blog erarbeitet. Mir haben insbesondere die Projektwochen besonders viel Freude bereitet. Das ist aber auch selbstverständlich, wenn es im Rahmen des Möglichen ist, während der Arbeit Speiseeis zu verspeisen. Wenngleich das Voranbringen des Statuses des Blogs mit viel Arbeit verbunden war, herrschte eine entspannte Schaffensatmosphäre. Besonders interressant ist es, dass man exorbitant häufiger auf politische Symbole achtet, da man ebensolche nun mit größerer Sicherheit erkennt. Hinzuzufügen ist, dass es interressant war, wie man einen Blog erstellt und verwaltet bzw. verändert.

Nathalie

Der Politik Kurs war eine tolle Abwechslung, auch da Schule nicht nur mit denselben Menschen und am selben Ort statt fand. Der Kurs war (auch wenn das vielleicht überzogen klingt), das Highlight meiner Schulwoche. Es war immer eine entspannte Arbeitsatmosphäre. Auch durch die Leute, mit denen ich zusammengearbeitet hab. Selbst wenn die Arbeitsmoral nicht immer 100% vorbildlich war, haben wir allgemein nicht wenig geschafft und es ist immer toll am Ende seiner Arbeit ein gutes Ergebnis zu sehen.

Am Anfang des Projektes haben wir uns erst mal einen ungefähren Überblick verschafft. Worum es grob geht, worum es genau gehen soll und wo wir hin wollen. Das Gute war, dass wir relativ viel relativ frei gestalten konnten, was Themenwahl und Umsetzung anging. Unsere vorgegebenen Themen waren Jugendkulturen und Gewalt, aber das sind ja weitgefächerte Begriffe.

Wir hatten Experten hier, die uns direkt etwas über unsere Themen erzählt haben, wir waren auf Spurensuche hier im Kiez, haben Videos gesehen, haben aber auch viel Zeit am Computer damit verbracht, unseren Blog zu erstellen.

Die ganzen Texte für den Blog zu schreiben, war manchmal anstrengend und nicht sehr aufregend.

Es gibt Themen, mit denen ich mich gerne noch tiefgründiger beschäftigt hätte: Linke Gewalt und die Antifa zum Beispiel.

Was ich durch den Kurs weiß ist, dass nicht immer alles so ist wie erwartet. Ich hätte vorher nie erwartet, dass es nationalsozialistischen Metall gibt. Es gibt nationalsozialistischen Metall. Außerdem laufe ich jetzt durch die Straßen und schaue nicht mehr an Allem vorbei. Mir fallen Dingen auf, linke oder rechte Symbole zum Beispiel,  die ich vorher einfach übersehen hätte. Ich denke, ich bin durch den Kurs aufmerksamer und vielleicht auch ein wenig kritischer geworden.

Theo

Zum Politikkurs kam ich als unser Direktor dieses Projekt kurz vorstellte. Am Anfang unseres Kurses haben wir darüber gesprochen was es wir uns unter Politik vorstellen. Daraufhin überlegten wir was es für verschiedene politische Bewegungen gibt. Dabei war eines unser Hauptgebiete die rechte und linke Szene. Unsere Kursleiterin zeigte uns in der zweiten Woche einige Filmausschnitte, welche unterschiedlich politische Bewegungen zeigten. Das Ziel des Projekts war es einen Blog zu erstellen der unser Wissen und unsere Erkenntnisse widerspiegelt. Um den Kurs nicht nur theoretisch zu gestalten, gingen wir auf Spurensuche und guckten nach Zeichen und Symbolen. Im Laufe des Projekts besuchte uns ein Spezialist. Herr Buschborn hatte ein paar T-Shirts mitgebracht, welche Zeichen und Symbole von rechtem Gedankengut versteckten.  Ein anderer, informativer Höhepunkt waren die Interviews mit ehemaligen Punks und Hausbesetzern.

In diesem Projekt war für mich Spaß und Arbeit hervorragend miteinander kombiniert. Dazu habe ich viel über politische Bewegungen, Punks, Graffitis und Hausbesetzer gelernt.  Außerdem habe ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Blog erstellt.

Auf Grund des Projekts fielen mir in letzter Zeit immer mehr Personen in meiner Umgebung auf, welche ich in eine Szene einordnen konnte. Der Kurs hat mir großen Spaß gemacht und ich würde gerne weiter an ihm teilnehmen! Ein Großes Lob an Frau Schön und Herrn Richter!

Martin

Ich hatte Spaß bei der Erstellung des Blogs und der anderen Arbeit im Politikkurs. Am Anfang war ich kritisch, habe nach kurzer Zeit dann aber Gefallen an den Themen gefunden.

Zuerst beschäftigten wir uns mit Gewalttaten, die von Rechtsradikalen in Berlin ausgeführt wurden.

Nach einiger Zeit fingen wir mit dem Blog an und starteten erst einmal mit der Namensgebung.

Wir fügten dann Inhalte ein, die wir vor dem Blog schon gesammelt hatten.

Von einer Tour in den Weitlingkiez fügten wir auch Fotos ein.

Die meiste Zeit trugen wir Inhalte aus dem Internet und anderen Quellen zusammen und verfassten Texte aus deren Informationen.

Jedoch hatten wir mehrfach unterschiedliche Aktivitäten z.B. Gespräche mit einem Experten über die Neonaziszene, Zeitzeugen der Hausbesetzter und Ahnliches und haben auch Graffitis selber gemacht.